Die Herrenhäuser Gärten in Hannover zählen zu den bedeutendsten Barockgärten Europas. Was 1638 als schlichter Küchengarten für den Hof begann, entwickelte sich unter Kurfürstin Sophie von der Pfalz ab 1666 zu einem prächtigen Lustgarten nach französischem Vorbild.


Das Ensemble besteht heute aus vier Anlagen: dem barocken Großen Garten, dem botanischen Berggarten sowie den landschaftlich gestalteten Georgen- und Welfengarten. Trotz schwerer Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg erstrahlen die historischen Gärten seit den 1960er-Jahren wieder in alter Pracht.

Die Aufteilung der Herrenhäuser Gärten:


Das rund 160 Hektar große Ensemble der Herrenhäuser Gärten gliedert sich in vier historisch und gestalterisch unterschiedliche Bereiche:


• Großer Garten: Das barocke Herzstück aus dem 17. Jahrhundert mit streng symmetrischer Achse, weitläufigem Parterre, Fontäne, Irrgarten und dem 2013 wiederaufgebauten Schloss.


• Berggarten: Ursprünglich eine Maulbeerplantage, entwickelte er sich zum botanischen Spezialgarten mit Schaugewächshäusern, Orchideenhaus und einer der größten Pflanzensammlungen Europas.


• Georgengarten: Ein im 19. Jahrhundert angelegter, weitläufiger Landschaftspark im englischen Stil mit Wiesen, Solitärbäumen und dem Georgenpalais.


• Welfengarten: Der kleinste Teil, ebenfalls im landschaftlichen Stil gestaltet, mit Teich, Skulpturen und dem Welfenschloss (heute Teil der Universität Hannover).


Verbunden werden die vier Anlagen durch ein historisches Alleensystem aus dem 18. Jahrhundert, das die Übergänge zwischen Barock und Landschaftsgarten sanft gestaltet.

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